Sören Michelsburg: Hallo Max, ist ja gerade eine besondere Zeit für uns alle. Wie gehts dir zurzeit, wie kommst du durch die Krise?

Max: Durch die Krise bin ich bisher ganz gut gekommen, aber es ist natürlich ätzend, wenn alle Wettkämpfe ausfallen, die man sich vorgenommen hat. Zu Beginn des Lockdowns war ich in Spanien im Trainingslager und da gings von heut auf morgen von 100 auf 0 runter. Bin dann früher zurück. 

S: Wie lief das Training in den letzten Monaten bei dir ab?

M: Gerade ist das Training etwas runter gefahren, schwimmen wird so gut es geht durch Fitnesstraining ersetzt. Rad und Lauf wird weiter trainiert. Es gibt aber neue Möglichkeiten und Freiheiten. Z.B. sehr lange Radtouren oder besondere Einheiten, wie einen Mount Everest Anstieg am Königsstuhl, die normalerweise nicht ins Training passen. 

S: Welche Pläne hattest du für diese Saison im BASF-Cup? Als Vorjahressiger in Heidelberg könnte man ja mal an die Gesamtwertung denken.

M: Titelverteidigung in Heidelberg war das klare Ziel, aber genauso auch der Angriff auf die Gesamtwertung. Ich wollte zeigen, dass es eben nicht nur Zufall war, letztes Jahr in Heidelberg ganz oben zu stehen. Leider ist das jetzt ausgefallen. 

S: Der BASF-Cup kommt nun als virtuelle Radrennserie. Schon angemeldet?

M: Ich schaue mir heute die Strecke von Mußbach an werde dann die komplette Serie mitfahren. Es ist ein spannendes Format und es sind echt gute Leute am Start. Das wird sicher spannend werden morgen und auch die nächsten Rennen. 

S: Das ist doch dein Ding, oder? Sind die Zwift-Rad-Rennen ein adäquater Ersatz oder eher bist du eher aus Not und mangelnden Alternativen dabei?

M: Ich habe jetzt schon einige Rennen u.a. in der Pro Tri Serie gefahren. Meiner Meinung nach sind das die härtesten Radrennen, die ich so kenne. Von Anfang an Vollgas, und weil die nur so kurz sind, hört das auch nicht auf. Der Start ist dann extrem schnell und für 30-60 Minuten wird alles gegeben ohne Verschnaufpause.

S: Worauf kommt es bei den virtuellen Radrennen an? Welche Tipps würdest du den Starter*innen beim virtuellen HeidelbergMan zur Vorbereitung mitgeben?

M: Gut starten. Versuchen in der Gruppe zu bleiben, so lange es geht. Wenn man einmal weg ist, wird man sie nicht mehr wieder sehen. Man muss immer im Kopf haben, dass die anderen gerade genauso leiden wie man selbst. Bei der BASF Serie, die auf Rouvy läuft, gibt es keinen Windschatten. Das ermöglicht es, konstant zu treten. Hier muss man aber aufpassen, dass man nicht locker wird, sondern immer auf Zug bleibt. 

S: Danke für das Interview. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende. Mußbach kannst du ja online live im Stream verfolgen und deine Gegner analysieren. 

M: Dankeschön. Hat mich auch gefreut. Da schaue ich am Sonntagvormittag auf jeden Fall rein. 

Liebe Athleten*innen,
Liebe Freunde des HeidelbergMans, 

angesichts der aktuellen Lage müssen wir den 28. HeidelbergMan am 26. Juli 2020 in der üblichen geplanten Form absagen.

Unter der Auswirkungen der Corona-Pandemie rückt unser geliebter Sport dieses Jahr - leider - aber zu Recht in den Hintergrund.  Viel wichtiger ist dass Ihr und Eure Familien diese herausfordernde Zeit ohne Schaden aber vor allem gesund übersteht. Wir wünschen Euch hier nur das Beste.

Die geleisteten Startgelder werden wir selbstverständlich zu 100% in den nächsten Wochen erstatten. Konkrete Informationen gehen den per eMail zu.

Aber wir nehmen die Herausforderung an und wollen Euch am Wettkampftag ein alternatives Event anbieten:. Wer beim HeidelbergMan Königstuhl bestellt hat soll auch Königstuhl bekommen - natürlich Corona-konform! Wer neugierig ist darf auf rouvy.com schon mal schnuppern ;-). Weitere Infos werdet Ihr hier finden.

Vielen Dank an Euch für Eure Geduld, an unsere Helfer im Background, an die Mitstreiter im Orga-Team, die Vereine - aber vor allem an die ganzen stillen Helfer da draußen, die jeden Tag wie selbstverständlich ihren Job machen und da in diesen Zeiten oft an Ihre Grenzen stoßen. Danke!

Haltet zusammen und trotzdem Abstand, aber bleibt vor allem gesund!
Bis die Tage!

Euer HDMan-Team